Walsrode. Astrid Grotelüschen ist in ihrem Element. Niedersachsens CDU-Agrarministerin verteilt Kräuterquark an die Kinder und leckt sich die Reste vom Finger. „Mmmh, lecker, habt ihr auch schon probiert?“ Angelina, Patrick und die anderen Erstklässler strahlen. Beim Besuch der Markt-Schule in Walsrode geht es um gesundes Essen. Die neuen Attacken wegen angeblicher Puten-Quälereien sind da weit weg.
http://www.hna.de/nachrichten/niedersachsen/das-sehr-verletzend-985418.html
Kinder an die Macht, singt Herbert Grönemeyer und ein Stück weit hat er ja recht. Kinder sind unbestechlich, Kinder sehen, was gut und böse ist, Kinder nehmen ganz genau wahr, wie wir Erwachsenen unsere Umwelt zerstören, wie wir mit Tieren umgehen, die doch eigentlich Geschöpfe Gottes sein sollen, in Wirklichkeit aber ausgebeutet und geschunden werden des Geldes wegen.
In der ganzen Hähnchenmast-Diskussion um Geruchs- und Lärmbelästigung, um Produktion und Existenzsicherung sollten uns diese zwei Sätze aus dem Leserbrief der 7. Klasse der Realschule Maria Stern besonders beschämen: „Wir Jugendlichen fragen uns, in was für einer Welt wir aufwachsen. Menschen, die dies gutheißen, Politiker, die so etwas genehmigen, können uns niemals Vorbilder sein, sondern werden für uns immer abschreckende Beispiele dafür bleiben, wozu lieblose und gefühlskalte Menschen fähig sind.“
Sögel. Mit einem umfassenden Erweiterungs- und Modernisierungs- programm hat der Schlachthof Weidemark in Sögel seine Marktposition nachhaltig gefestigt.
Rund 25 Millionen Euro investierte das Fleischwarenunternehmen, das zur Tönnies-Gruppe mit Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gehört, in den vergangenen vier Jahren in den Ausbau des Standorts. Weitere Schritte zur Erhöhung der Schlachtzahl von derzeit 2,3 Millionen Schweinen pro Jahr sollen folgen, kündigt Weidemark-Geschäftsführer Joachim Timmermann zusätzliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an.
Hannover/Gießen (dpa/lsw) - Immer mehr Menschen in Baden- Württemberg setzen auf pflanzliche Ernährung und entscheiden sich zu einer veganen Lebensweise. Das geht aus Schätzungen des Vegetarierbunds in Deutschland (VEBU) und Erkenntnissen von Ernährungswissenschaftlern hervor. «Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Veganer jährlich um rund zehn Prozent wächst», sagte Sebastian Zösch von Vegetarierbund. Der Verein geht von etwa 80.000 Menschen aus, die sich in Baden-Württemberg vegan ernähren, bundesweit seien es rund 600.000. Diese Menschen verzichten nicht nur auf Fleisch und Fisch wie Vegetarier, sondern auch auf alle tierischen Produkte wie Milch und Honig, Joghurt oder Käse. Veganer werben am 1. November mit einem «WeltVeganTag» für ihre Lebensweise.
Landkreis (jul). In das Thema Biogasanlagen im Landkreis Oldenburg stecken derzeit Politiker in den Gemeinden und im Landkreis viel Energie. Die Grünen begrüßen die Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, sehen aber auch die „gravierenden negativen Auswirkungen eines ungesteuerten Booms von kleineren und größeren Anlagen im Landkreis“. Birte Wachtendorf von der Kreisgeschäftsstelle sagt: „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sprechen sich die Mitglieder von B’90/Die Grünen im Landkreis Oldenburg daher gegen weitere Biogasanlagen aus.“
Zuerst müssten jetzt wichtige Rahmenbedingungen erarbeitet werden. Der Kreisverband der Grünen fordert die Aufhebung der Privilegierung im landwirtschaftlichen Bereich (Massentierhaltung, Biogasanlagen). Zudem müsse die Sicherung der natürlichen Ressourcen Boden und (Grund-)Wasser gewährleistet sein. Der Landkreis wird aufgefordert, ein Klima- und Energiepolitisches Konzept zu erarbeiten, das den Rahmen für weiteres Handeln darstellen muss. Der Landkreis wird zudem aufgefordert, ein Konzept zum Flächenmanagement zusammen mit den Gemeinden auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus soll der Landkreis, so die Forderung der Grünen, ein funktionsfähiges Kontrollsystem aufbauen.
„Im Moment werden Anträge auf Neubau oder Erweiterung von Biogasanlagen eher als Einzelanträge bewertet und auf dieser Grundlage genehmigt oder abgelehnt“, sagt Wachtendorf. „Wir brauchen daher dringend einen Handlungsrahmen, der, über die Gemeindegrenzen hinweg, die klima- und energiepolitischen Ziele des Landkreises vorgibt und Grundlage für Entscheidungen für oder gegen weitere Anlagen etwa von Biogasanlagen oder Massentierhaltungsanlagen sein muss.
http://www.myheimat.de/wolfenbuettel/politik/verstaerkter-einsatz-von-antibiotika-in-der-huehnermast-d970479.html
Bis zu 97 Prozent der Putenrasse B.U.T. 6. können am Ende der fünf Monate Mastdauer nicht mehr richtig stehen oder laufen, so PETA in Berufung auf den Tierschutz-Kommentar. Qualzuchten verstoßen gegen das Tierschutzgesetz, wenn auch nur als Ordnungswidrigkeit. Außerdem ist Grotelüschens Mastküken-Brüterei Ahlhorn ebenso wie die drei der Tierquälerei angeschuldigten Putenmastbetriebe Mitglied der Erzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern und der Ahlhorner Putenerzeugergemeinschaft, an der Grotelüschen‘s Familie wesentliche Anteile hält.
„Uns geht es nicht um diese drei Einzelfälle. Wir wollen zeigen, dass die Missstände in der Putenmast systemimmanent sind. So wie in Mecklenburg und Niedersachsen sieht es in allen deutschen Putenställen zum Ende der Mastperiode aus“, sagt der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck. PETA hatte mehrere Strafanzeigen gegen Astrid und Garlich Grotelüschen, sowie gegen die Inhaber der Putenmastbetriebe wegen Tierquälerei gestellt. Als Beweis legte die Organisation Videomaterial aus einer Undercover-Recherche vor. Die auch in „Report Mainz“ und „BRISANT“ gezeigten Bilder zeigen sterbende und tote Puten aus drei Mastbetrieben aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, die Küken von der Mastküken-Brüterei Ahlhorn beziehen.
Aktenzeichen: NZS 600 Js 51455/10 StA Oldenburg
KOMMENTAR: Ich habe von der Politik und der Staatsanwaltschaft nichts anderes erwartet. Tiere haben keine Lobby! Sie dürfen gequält, ausgebeutet, eingesperrt, verstümmelt, überzüchtet und ermordet werden OHNE jegliche Konsequenz!
Frau Astrid Grotelüschen hat kein Rückrad, sie ist die ungeliebte Putenministerin, deren Heuchelei nicht über die Qualzucht, die sie und ihr Mann betreiben, hinwegtäuschen kann.
http://www.ov-online.de/content/view/362374/
Baumart hatte im April an einer öffentlichen Veranstaltung in Baccum zum Thema Bioenergie teilgenommen. In der jetzt verbreiteten gemeinsamen Presseerklärung heißt es weiter. „Offenbar erkennen jetzt auch die Landesregierung und die emsländischen CDU Fehlentwicklungen beim Wildwuchs von Biogasanlagen und der Massentierhaltung. So viel Übereinstimmung macht Mut und freut uns. Den öffentlichen Erklärungen muss jetzt aber auch konkretes Handeln für den Erhalt einer intakten bäuerlichen Landwirtschaft folgen.“
Das weltweite Geschäft mit den Hühnern ist eine üble Sache. Zu Abertausenden auf engstem Raum eingesperrt, nimmt die Liste der “Berufskrankheiten” dieser auf Höchstleistungen gezüchteten Tiere kein Ende mehr: Eileiterentzündungen, Brustblasen, Beinschäden, Gelenkdeformationen, Knochenmarkentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bauchwassersucht und Verfettung sind offenbar an der Tagesordnung.
Hirngespinste sentimentaler Tierfreunde? Nein. Die Angaben über die globale Hühner-Misere stammen aus der Branche selbst. Dass sie nur selten an die Öffentlichkeit gelangen, mag Gründe haben, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier vieles im Argen liegt.
(Gronau, Bonn, 27.10.2010) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass der Erörterungstermin zum Ausbau eines Schweinehaltungsbetriebs in Gronau, der am Donnerstag (28. Oktober) im Gronauer Rathaus stattfinden sollte, von der Genehmigungsbehörde (Kreis Borken) auf den 18. November verschoben worden ist.
Ein Gronauer Landwirt hatte im März die wesentliche Änderung einer Anlage zum Halten und zur Aufzucht von Sauen und Ferkeln mit den zugehörigen Nebeneinrichtungen in Gronau beantragt. Gegenstand des Antrages ist neben der Erweiterung und Umnutzung vorhandener Sauen- und Ferkelställe der Neubau weiterer Ställe für Sauen und Aufzuchtferkel, ein Güllehochbehälter, eine Maschinen- und Gerätehalle mitsamt den zugehörigen Nebeneinrichtungen und Futtersilos.
Die Gemeinde ist ein 1700-Seelen-Ort am Rande des Virngrundes und ein Teilort der Großen Kreisstadt Ellwangen – rund 35 Kilometer von Nördlingen entfernt. Auf den ersten Blick ein ganz normales Dorf auf dem flachen Land, das im großen Ostalbkreis nicht weiter auffällt. Eines ist jedoch durchaus auffällig: Die Kommune ist eine Hochburg für Hähnchenmast, weil ein Landwirt am Rande des Ortes eine große Mastfarm mit rund 70 000 Tieren betreibt.
Partner ist der Wiesenhof-Konzern, der die Hähnchen quasi frisch aus dem Ei geschlüpft in den Ostalbkreis transportiert, wo sie rund fünf Wochen gemästet werden, und sie dann wieder abholt und neue anliefert. Betreiber der Farm ist Josef W., nach eigenen Worten ein Experte in Sachen Hähnchenmast, weil er bereits seit 18 Jahren im Geschäft ist und dieses erfolgreich betreibt. Er berichtet von ähnlichen Erfahrungen, die jetzt Jörg Benninger in Schmähingen macht, der ebenfalls einen Mastbetrieb bauen will, über dessen Genehmigung der Bauausschuss des Nördlinger Stadtrates nun entscheiden muss....